Interstellar

Zunächst mal ist "Interstellar" kein(!) "Inception im Weltall", wie so häufig zu lesen war. Der Film besticht durch ganz andere Schauwerte als Nolans früherer Blockbuster. Dabei ist Interstellar im Grunde gar kein "Weltall-Film", sondern ein Film über Familie und über die Liebe. Die zugrunde liegende Physiktheorie kann oder besser sollte man nachlesen, wenn man immer der Logik folgen möchte. Jedoch ist die literarische Vorlage, auf der die Theorie des Films beruht für den Laien kaum nachvollziehbar und eher im Bereich der Philosophie angesiedelt, auch wenn sie von einem Physiker geschrieben wurde. Als Film an sich ist Interstellar besonders in der ersten Hälfte schleppend und holprig in der Erzählweise. Jedoch gewinnt der Film mit zunehmender Dauer an Fahrt und an Dramatik. Die schwindelerregenden Szenen über dem Eisplaneten gehören zum Besten, was man in den letzten zehn Jahren gesehen hat. Die intensivsten und besten Szenen hat der Film jedoch nicht in den gigantischen Special Effects, sondern wenn Cooper die gesammelten Videobotschaften seiner Kinder sieht auf einem kleinen Schwarzweiß-Bildschirm. Diese Szenen rühren zu Tränen!


Auch wenn das Ende etwas enttäuschend geraten ist, fasziniert der Film v.a.durch seine Sicht auf unser Verständnis von Zeit und wie "relativ" diese doch ist, wenn man sich von unserem kleinen Planeten entfernt. 9 von 10 Punkten!

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